Archive for Juli 2009

6. Vogelsberger Südbahnlauf

Dreimal bin ich schon beim Südbahnlauf gestartet, bisher immer als Halbmarathoni. Die letzten zwei Jahre war ich nicht dabei, 2007 war es brutal heiß und letztes Jahr war ich verletzt.  Diesmal also der Zehner, das es hart würden werde hatte ich mir schon gedacht. Endlich hatte ich mich an das heiße Wetter gewöhnt und dann dieser Kälteeinbruch. Was haben wir heute gescherzt Herbstlauf:  „danach werden die Kühe von der Alm abgetrieben„. Aber der Reihe nach, eine schlechte Nacht lag hinter mir und draußen schüttete es wie aus Eimern. Da ich wieder mal nicht in die Hufe kam wurde es zu spät zum zusammenfahren. Aber wir hatten sowieso überlegt mit zwei Autos zufahren,  da bei dem Wetter nicht klar war ob wir 10er Läufer nicht direkt nach dem Lauf heimfuhren und nicht auf die Halbmarathonläufer warten. So holte Steffen Arno ab und ich  fuhr etwas später hinterher.

Der Südbahnlauf ist mittlerweile zu einem der Laufklassiker in unserer Region geworden. Ist wie beim BGL, hier kennt jeder jeden. Toll organisert, Einlauf auf dem Teppich, beste Kuchentheke.

Arno und ich liefen uns gemütlich ein und dann ging es für die Halbmarathonläufer schon los. Wir starteten 15 Minuten später.
Beide Strecken wurden in den letzten Jahren etwas verändert und wurden dadurch noch anspruchsvoller. Bei der Zehnerstrecke bin ich mir da nicht so sicher, da ich die noch nie gelaufen bin.

Nach einem Fehlstart, das vordere Läuferfeld (auch ich) überhörte das anzählen, ging es dann endlich los. Mir war schon klar das ich Arno nicht folgen könnte, aber ich wollte ihn zumindest im Auge behalten.  Kilometer für Kilometer ging es aufwärts, erst bei der Hälfte der Strecke war einer der höchsten Punkte erreicht. Diesen ersten Abschnitt versuchte ich so gut wie möglich zu laufen, ich ignorierte ein paar Läufer (drei) die bei der an mir vorbeizogen, ich wollte nicht schon im ersten Teil meine Reserven verbrennen. Glücklicherweise hörte ich bei Start, das es zwischen KM sieben und acht nochmal ordentlich hoch ginge. Die ersten fünf brachte ich in 24:13 hinter mich, es konnte jetzt also nur noch schneller werden. Der sechste Kilometer verlief rasant bergab, allerdings einen Großteil davon über einen geschotterten Feldweg. Hier drehte ich schön auf, der Kilometer war in 4 Minuten abgefrühstückt. Der siebte war wellig und führte durch ein kleines Dörfchen, hier holte ich mir einen der Läufer die mich an der Steigung überholt hatten. Die ganze Zeit waren zwei Jungs, ich tippe mal auf Fußballer, um mich rum. An den Steigungen lies ich sie ziehen, bergab holte ich mir sie immer, das ging einige Zeit so.  Dann der Aufstieg …. kurz hinter dem Kilometer „7″ Schild, ging es bergan……… ich schätze mal irgendwas zwischen 500 – 700 Meter und das kurz vor Schluss. Hier hielt ich drauf um den anderen keine Blöße zu zeigen, das klappte das gut, allerdings kam ein sehr junger Bad Orber und zog an der ganzen Gruppe vorbei. So nun noch mal ein Stück runter und dann die letzte Rampe hoch bis zum Kilometer „9″ Schild. Insgesamt fühlte ich mich mittlerweile bedeutend besser als letzte Woche in Brückenau. Ich wollte es unbedingt wissen und zog schon 800 vor dem Ziel an. Das war eine Gefällstrecke, trotzdem schaffte ich es den Puls auf 182 hoch zutreiben. Im Schlepptau die ganze Truppe, da wurden einige Bilder gemacht, sieht bestimmt stark aus.  Dann eine 90 Gradkurve und weiter Richtung Ziel. Da wurde mir klar das ich die „Jungs“ nicht halten konnte, aber ich versuchte mein bestes.  Dann ging es wieder scharf um die Ecke, über den Parkplatz und hier nahm ich dann raus, stürzen wollte ich nicht. Die drei kämpften noch auf dem Teppich um die Platzierungen. Ich lief zufrieden hinter denen ein. Die zweite Hälfte in 21:33, im Nachhinein ist man immer schlauer, denn  etwas mehr wäre noch gegangen. Aber lieber so, als völlig ausgebrannt gegen die Uhr laufen. Als Team waren wir sehr erfolgreich, insgesamt zwei Mannschaften auf der zehn (zwei dritte eine erste AK-Platzierung), bei den Halbmarathonis  waren vier Laufwerker am Start. Das waren  drei Treppchen.

Danach noch die geniale Kuchentheke gestürmt und noch einige Zeit gemütlich im Zelt gesessen, bis es uns Arno und mir zu kalt wurde.

Nummer Zeit Zwischenzeit HF Max Drs Min
1. 00:04:39,80 00:04:39,80 152 154 140 77
2. 00:09:31,80 00:04:52,00 155 155 153 150
3. 00:14:29,00 00:04:57,20 153 157 155 151
4. 00:19:05,60 00:04:36,60 152 155 153 150
5. 00:24:13,60 00:05:08,00 151 156 154 151
6. 00:28:13,80 00:04:00,20 155 155 151 148
7. 00:32:30,50 00:04:16,70 152 156 153 150
8. 00:37:33,20 00:05:02,70 157 161 156 153
9. 00:41:46,90 00:04:13,70 155 170 154 142
10. 00:45:44,40 00:03:57,50 165 182 166 157
1. Hälfte 00:24:13,60 04:34,44 154,7 182 153,5 77
2. Hälfte 00:21:30,80

Mal sehen ob ich noch einen Zehner für das nächste Wochenende in der Pfalz finde.

Technische Daten:
10 Kilometer – 45:46 (4:34) – 24. Gesamtplatz (130 im Ziel) – AK5 – AVG 153- MaxPlus 182 – Aufstieg 150 Meter – Abstieg auch 150 Meter

Nachtrag: Einmal auf dem Treppchen und dann nicht da. Arno, Markus und ich wurden Dritte in der Mannschaftswertung, die Mädels Erste.

Add comment 19. Juli 2009

21. Heilquellenlauf Bad Brückenau

10er der nächste Versuch. Ideales Laufwetter herrschte in dieser Woche, da rechnete ich mir endlich mal wieder eine bessere Zeit aus. Das Training lief auch gut, da war also was drin. Nach dem enttäuschenden Ergebnis von Altheim, hoffte ich diesmal wieder auf eine tiefe 43.  Jule war wieder dabei (5er).

Früh mussten wir raus, bis Bad Brückenau sind es 60km, die Hälfte über Landstrassen.  Kurz nach 7:00 Uhr machten wir uns auf den Weg, das Navi führte uns hinter Schlüchtern über interessante Nebenstraßen, da macht sich die Zusatzkarte (Naturparks) bemerkbar. So umgingen wir eine Straßensperrung. In Brückenau war die Strecke, die auch über Anfahrtsstrecke führte, toll markiert. Aber ein Hinweis auf die Anmeldung fehlte. Wir folgten einfach der Laufstrecke und parkten dann quasi im Ziel. Dann begann die Bürokratieorgie. Anstehen zum bezahlen und Unterlagen abholen (ausserhalb der Halle). Ausfüllen, dann in der Halle anstehen um die Startnummern abholen und Chip einzuchecken. Jule brauchte einen Leihchip, ich konnte den Championchip benutzen (ob das mikatimming weiß ?) .

So dann wurde es schon ernst, da der Start vom Ziel 1, 2km (5er) bzw.  800m (10er) weg war. Das Stück nutzen wir zum einlaufen. Beim Start des 10er angekommen dachte ich, das ist also die flache Strecke. Denn direkt nach dem Start ging es eine ordentliche lange Rampe hoch. Wir liefen weiter zum 5er Start der um 9:00 stattfinden sollte. Ich lief mich weiter bis zur 1km Markierung des 5er ein. Auf dem Stück waren insgesamt vier Streckenmarkierungen (1 KM HM,  11km HM, 1KM -10er, 1 km – 5er),  sehr unübersichtlich, aber da die Strecken parallel liefen, notwendig. Im übrigen mußte ich auf dem kurzen Stück, noch ‘ne lange Rampe hoch. Gut das ich die gesehen hatte, da wollte ich mich beim Start dann zügeln. Auf dem Rückweg konnte ich Jule noch grüssen und dann wurde vermeintlich es knapp.  Der Start des 10ers war für 9:05 geplant, um 8:58 war ich erst an der Startlinie. Leider verzögerte sich das ganze bis 9:15. Da innerhalb des 10ers auch noch die unterfränkische Meisterschaft ausgetragen wurde, gings trotz der Rampen verdammt schnell los. Die ersten Kilometer lief ich in 4:13, 4:03,  auch weil nach den Steigungen wieder ordentlich bergab ging. Es war kühl und ich fand meinen Rhythmus. In Sichtweite lief Joanna, die ich bei den letzten HMs eigentlich immer bei 16km gekriegt habe. Beim 10er ist sie bestimmt schneller…. . Bei KM 2,5 sah ich Jule die schon auf dem Rückweg zum Ziel war,  sie sah gut aus.

Es ging trotz der Wellen immer etwas bergab, ich hätte mir das Streckenprofil mal genauer ansehen sollen. Durch den Kurpark, unter Alleen, auf und ab verlief die Strecke. Sehr abwechslungsreich. Bis 4,5km lief ein Mädel mit mir die, die Steigungen nicht so verkraftete und bergab dann nicht viel schneller wurde. Irgendwann kam sie nicht mehr ran. Bei 4,8 wechselten wir die Richtung und begannen mit dem Rückweg.  Kilometer 5 passierte ich mit 21:21, viel besser als beim letzten Mal.

Joanna kam ich auch immer näher. Allerdings wurde es schwerer, bis KM6 alles im Plan. Ab 6,5 wurde es immer schwerer. Mittlerweile habe ich das Höhenprofil studiert und festgestellt das der Rückweg zwar flach aussah (durch Tal und keine Rampen mehr), aber die letzten 5 Kilometer immer leicht anstiegen….. . Bei KM7 holte ich Joanna ein, obwohl ich immer langsamer wurde (4:38). Den achten lief ich in 4:33 und langsam verließ mich die Kraft/Lust, der neunte dann in 4:48 und nun endlich ins Ziel. Ich war dann im Endeffekt froh unter 45 geblieben zu sein, aber zufrieden war ich natürlich nicht. Zumindest hab ich den Puls höher gekriegt und das nicht nur an den Steigungen.

44:28  – immerhin zwei Minuten schneller als in Altheim, trotzdem kapiere ich es nicht, wo ist mein Tempo geblieben ? Das sind jetzt Zeiten die ich oftmals aus dem Stand gelaufen bin.  Nächste Woche nächster Versuch, der 10er beim Südbahnlauf, der dürfte mindestens genauso wellig werden, aber da ist mehr „bekannte“ Konkurrenz, mal sehen ob das was nützt.

Kilometer Zeit Zwischenzeit HF Max Drs Min
1. 00:04:13,40 00:04:13,40 154 154 142 88
2. 00:08:17,10 00:04:03,70 155 156 153 149
3. 00:12:39,80 00:04:22,70 158 158 156 154
4. 00:17:00,10 00:04:20,30 157 160 157 155
5. 00:21:20,70 00:04:20,60 158 159 156 154
6. 00:25:51,00 00:04:30,30 159 159 159 157
7. 00:30:29,20 00:04:38,20 158 161 159 157
8. 00:35:02,90 00:04:33,70 158 165 159 156
9. 00:39:50,90 00:04:48,00 156 159 157 154
10. 00:44:26,70 00:04:35,80 162 163 158 155

Technische Daten:
10 Kilometer – 44:28 (4:27) – 72. Gesamtplatz (271 im Ziel) – AK19 – AVG 158- MaxPlus 165

Add comment 12. Juli 2009


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