25 Stundenlauf im Wiesbadener Kurpark

10. September 2011 at 10:00 Hinterlasse einen Kommentar

Hm, wie anfangen wo aufhören, es waren ja insgesamt mehr als 25h.  Sachen zusammensuchen, Pizza und Rotweinkur. Die beiden letzteren Punkte sorgten für eine sehr unruhige Nacht und um 5:30 klingelte schon wieder der Wecker. Klaus wollte mich um 7:30 abholen und ich musste die Sachen noch einpacken. Hatte ich an alles gedacht ? Im letzten Jahr war ich nicht dabei, es war also ein Blindflug. Der Touran wurde KNALLVOLL. Holger, Thomas, Klaus und ich dazu Taschen, Liegen, Stühle, Kuchen, Getränke uvm. ….. .

Die folgenden Eintragungen habe ich aus einigen Mails, die ich nachdem Wettkampf geschrieben hatte “destilliert”. Deshalb passen die Übergänge nicht immer so gut zusammen und das ganze ist nicht aus einem Guss.

Ab nach Wiesbaden….wir waren gegen 9:00 im Kurpark, das Rennen startete um 10:00, also schnell ausladen. Wir waren erst als zweite “Schicht” eingeplant. Die erste “Schicht” – Monika, Helmut, Klaus und Sabine waren schon da und hatten die Unterlagen abgeholt. Wir richteten alles soweit ein, bereiteten die Startnummern und Getränkebecher vor.

Unser Team startete in der FUN-Klasse, da darf man maximal mit 25 Leuten antreten. Wir hatten insgesamt 23 Leute im Einsatz. Selbst in der FUN-Klasse, besonders wenn man wie wir,  im vorderen Feld mitmischen will,  ist das kein Spaziergang.  Die 925 Meter Parkrunde muss Vollgas gelaufen werden. Das hieß für mich im Grunde immer unter 4 Minuten pro Runde bleiben. Schaffen kann man das nur wenn man in Teams am Start steht. Es muss sich immer einer auf der Runde befinden. Wir waren entweder zu viert und die den frühen Morgenstunden zu fünft am Start. Eine Schicht dauerte zwei Stunden. Das bedeutet das man in zwei Stunden ungefähr 9 Mal sprinten musste. Insgesamt habe ich drei Schichten gemacht, zwischen 12:00 – 14:00Uhr (superschwül zwischen 24 – 30 Grad), dann nach 8 Stunden Pause (von 22:00 -0:00) und danach mein Lauf in den Morgen von 05:00 – 07:00 Uhr. Insgesamt bin ich (fast) einen kompletten Halbmarathon gesprintet.

Die direkten Mitbewerber sollte man im Blick haben, zumal es auf den ersten drei Plätzen ziemlich eng zugeht. Dieses Jahr waren es die gleichen Vereine wie im letzten Jahr. LV Wiesbaden, wir und die Kaufmänner aus Mainz. Wir lagen relativ schnell auf Platz 2 und führten bis gegen 16:00 Uhr mit sechs Runden vor dem dritten (Kaufmänner). Dann nahmen die uns 14 Runden ab. Keine Ahnung wie, wir hatten zwar nicht die schnellsten auf der Piste, aber so schlecht waren die Mädels nicht. Bis wir um 22:00 Uhr wieder dran waren, lagen wir also auf Platz drei mit acht Runden Rückstand. Wir liefen dann in zwei Stunden drei Runden raus und so lagen wir nur noch fünf Runden hinter Platz 2. Bis 5:00 schafften die nächsten “Schichten” denen noch zwei Runden abzunehmen. Wir waren wieder ab 5:00 Uhr, diesmal zu fünft dran.  Glücklicherweise schafften wir den Ausgleich und unsere Nachfolger machten den Sack dann zu. Es wurde sehr verbissen gekämpft. Wir führten kurz vor Schluss mit fünf Runden und verloren dann mit unserer Ehrenrunde noch eine Runde, da die Kaufmänner bis zur letzten Sekunde gekämpft haben.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Es war das härteste, anstrengendste und schönste (Gemeinschaftserlebnis) was ich läuferisch bisher bewältigt habe. Zwischen Samstag 5:30 – Sonntag 14:30 habe ich ca. eine Stunde geschlafen.

Eine so gute Organisation habe ich bei einer Laufveranstaltung selten erlebt. Die Duschen und Toiletten waren super sauber. Ich glaube bis auf die Nachtstunden wurden die alle zwei Stunden gereinigt. Die Verpflegung war auch top, dank unserem Sponsor konnten wir immer und zu jeder Essen und trinken was wir wollten. Das Küchenzelt stand genau wie die sanitären Anlagen, fast genau vor unserer “Haustür”.

Ich könnte hier noch  endlos über die Ereignisse und Erlebnisse innerhalb der 25 Stunden berichten, aber das wird einfach zu viel.

Insgesamt sind wir 403 Runden in den 25 Stunden gelaufen.

Nachtrag:
Ich bin erkältet mit der Hoffnung zum Wettkampf hin, das ich die Erkältung rauslaufe. Leider war das Gegenteil der Fall, die Erkältung begleitete mich noch fast den kompletten September. Was letztendlich zur Folge hatte, dass ich den FFM-Marathon aufgrund von Trainingsmangel absagen musste. Trotzdem möchte ich diese Erfahrung nicht missen.  Ich hoffe das klappt im nächsten Jahr wieder :-) !!

Eintrag abgelegt unter Laufseiten, Training, Wettkämpfe. Tags: .

zwischen Festival und Wettkampf München (Halb)-Marathon 09.10.2011

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