München (Halb)-Marathon 09.10.2011

3. Oktober 2011 at 12:00 Hinterlasse einen Kommentar

Hier erst mal kein Text zum Trainingszustand und dem Ausflug nach München.  Die Anmerkungen zur “Organisation” des Laufes folgt nach der Laufbeschreibung.

Wir stiegen am Halbmarathonpunkt (Bogenhausen) in den Marathon ein, der Zeitgleich um 10:00 mit uns am Olympiapark startete. Im Vergleich zu den Tagen zu vor und danach hatten wir optimales Laufwetter, 8 Grad sehr frisch und zum Teil windig.

Dicker Mann eingepackt

M-Man vorm Start

Um 10:00 ging es mit Wut im Bauch auf die Strecke, die Erklärung folgt im Teil zur Orga. Das Klemmbrett hatte notiert (1:45 – 1:48 sollten drin sein). Mir blieb nur die Zahl 1:48 und die drei Minutenspanne im Gedächtnis. Aus dieser Grund redete ich das ganze Wochenende von 1:48 – 1:51. Egal, die ersten zwei Kilometer war ich mit 4:40 und 4:44 zu schnell, der nächste war das etwas zu langsam 5:13. Ich hatte das ganze Rennen das Gefühl das ich leicht bergan gelaufen bin, zumindest die ersten Kilometer auf der Halbdistanz gingen auf und ab (Unterführungen,sanfte Ansteige) und ich musste einen Rhythmus finden. Die Gegend wechselte von Wohngebiet in Industriegebiete, vorbei am Ostbahnhof.  Den fünften Kilometer durchlief ich mit 00:24:35, also alles besser als gedacht. Da der Puls auch weiterhin auf 147 blieb behielt ich das “gefundene” Tempo bei. Im Gegensatz zu Amsterdam hatte ich in meinem Teil des Feldes genug Platz, allerdings fand sich niemand der ein gleichmäßiges (mein) Tempo lief. So zog ich alleine durch die Stadt. Langsam kamen wir in die schöneren Teile der Innenstadt, hier wechselte dann aber ganz oft der Belag (großes und kleines Pflaster, obacht Strassenbahnschienen), und der Kurs bekam etliche Ecken und Kanten. Es ging am weißen Haus (da feierten wir dann abends) vorbei das erste Mal über den Marienplatz. Dort stand der Vanman und unterhielt die recht überschaubare Menge. An der gesamten Strecke war sehr wenig los…. . Dann eine längere Schleife und wieder über den Marienplatz. Den Kilometer 10 hatte ich zwischenzeitlich in 49:28,70 passiert. Der getapte Klaus überholte mich kurz hinterm Marienplatz, er ist insgesamt mit 1:39:xx ins Ziel gekommen. Nun näherten wir uns den Streckenteilen bei denen wir Gegenverkehr hatten. So sahen mich Jörg und Klaus und feuerten mich an :-) . Da dachte ich: So kurz hinter denen ? Wie denn das ? Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht das eine sehr lange Schleife vor mir liegen würde, bis ich wieder an die selbe Stelle kommen würde. Mein Tempo und Puls blieben gleich und so lief ich unbeeindruckt einfach meinen Stiefel weiter. Kilometer 15 durchlief ich mit 01:13:43, wobei hier irgendwas nicht stimmt, denn für den nächsten Kilometer habe ich 6:18 (!) gestoppt, die davor und danach waren immer kurz unter und über dem 5er Schnitt. Naja, an einen Einbruch erinnere ich mich nicht und an den Verpflegungsstationen hielt ich mich nicht lange auf, seltsam. Es gab ja sowieso nur kaltes Wasser oder pinkfarbene Isobrühe. So jetzt noch die letzten Kilometer abspulen, es wurde nochmal richtig eng. Auf der Maximilianstrasse, an der Stelle an der wir parallel zu einander liefen war auf dem Weg zum Ziel noch ein U-Turn eingebaut, so dass drei Spuren belaufen wurden. Am U-Turn liefen wir auf die zum Teil walkenden “Zehner-Teilnehmer” auf. Vollbremsung, Zickzacklauf, aber der Stau löste sich….schön blöd. So noch ein paar lange Geraden bis zum Olympiapark. Hier ging es wieder leicht bergan, langsam begriff ich das ich 1:45 laufen konnte, irgendwie hab ich mir während des Laufes keine Gedanken dazu gemacht. Also nochmal einen Zahn zu legen und versuchen unter 1:45 zu kommen. Kurz vorm Stadion war noch ein “Einpeitscher” der mit seiner Anlage Stimmung machte, 1200m bis zum Ziel. Weiterhin leichter Anstieg mehr Gas und durch den “Discotunnel” -> wie süß, auf die Tartanbahn, hier wurde man gleich “freundlich” auf die Außenbahn geschickt. So jetzt eine noch eine ganze Stadionrunde, aber unter die 1:45 kam ich dann doch nicht mehr. Ich war 17 Sekunden drüber, sauer war ich darüber nicht, da ich doch mit 1:50 geplant hatte. Bei der Durchsicht der gestoppten Zeiten, ist mir bis auf die ominösen 6:18 nicht klar wo ich die Zeit liegengelassen habe. Die mitgebrachten Laufteamfans feuerten mich beim Zieleinlauf auch noch an. Das war es dann schon, danach begann wieder die “Organisation” . Fazit, ging viel besser als gedacht :-) !

5.      00:24:35
10.    00:49:29
15.    01:13:43
21,1   01:45:17

Technische Daten: Halbmarathon – 1:45:17 – (5:00′) – Avg 148 – MaxPuls 171

Organisation ?!:
Nach dieser Erfahrung wundert es mich nicht, das die Olympia nicht bekommen haben. Es begann schon am Freitagabend. Hätten wir es vorher gewußt, wären wir mit der Strassenbahn zur Marathonmesse/Startnummernausgabe gefahren. So aber fuhren wir mit der U-Bahn. Dann im Regen und  Dunkelheit durch den Olympiapark gestolpert, die Schilder zur Startnummernausgabe waren sehr klein und im Regen leicht zu übersehen. Endlich da, für den Orgabeitrag von 39 Euro, gab es dann in der Tüte ein Traubenzucker einmal Waschmittel und Werbung. Zum Vergleich Amsterdam hat 23 Euro gekostet.

Vor dem Lauf das absolute Chaos, 6000 Läufer versuchten Ihre Beutel in vier LKWs abzugeben in denen jeweils ein Helfer stand. Gedränge, Geschubse, Verzweiflung…..Chaos pur -> deswegen hatte ich die Wut beim Start im Bauch. Ich frage mich wo wir uns hätten unterstellen bzw. umziehen sollen falls es wie die letzten Tage geregnet hätte.

Auf bzw. an der Strecke war sehr wenig los, die Verpflegung war gut bis auf die Tatsache das es bei dieser Witterung nur (eis)-kalte Getränke gab. Besonders die Marathonläufer hätten sich bestimmt über einen Tee gefreut.

Im Ziel dann anstehen für die Medaille (ich nahm die mir dann selbst),  Folie, Bier, Äpfel und Brezel. Für deinen Halbmarathon war die Verpflegung gut, aber für einen Marathon…. . Nur einen Stand mit Tee. Dann das Gedrängel vor dem Übergang aus dem Innenraum zum Stadion. Bei mir ging es noch, später war dann der ganze Innenraum voll und alles versuchte über die Treppe zu kommen. Das schlimste kam noch, die Beutelsucherei. Ich war nassgeschwitzt, mir war kalt und nun suchte ich meinen Beutel. Einmal um das Stadion herum, da unter der Tribüne die Beutel beginnend ab 1.000 sortiert waren. Ich hatte die Nummer 15502, also laufen…. . An den Ausgabestellen herrschte das Chaos, die Helfer waren überfordert und an einigen Ausgabestellen waren gar keine Helfer. Ich suchte mir meinen Beutel selbst, nachdem ich 10 Minuten vergeblich Beutel umgedreht hatte, schnappte ich mir eine Helferin und schnautze die an. Das ist sonst nicht meine Art, aber mir war einfach kalt. Ich denke ich war mittlerweile schon 20 Minuten im Ziel und hatte noch die nassen Klamotten an. Sie suchte auch noch fünf Minuten und dann endlich mein Beutel. Jetzt schnell umziehen, ich machte mich nicht auf die Suche nach den Umkleiden bzw. der Dusche denn ich wollte mich schnell umziehen. Nachdem ich damit fertig war traf ich Wolfgang, dem die Sucherei noch bevorstand. Hier gleiches Spiel, nur dauerte es noch länger. Hier hätten wir jede Menge Beutel einfach mitnehmen können. Ich hatte dann genug von allem und vor direkt ins Hotel um zu duschen.

Noch was, die Urkunde ist ehr bescheiden.

Eintrag abgelegt unter Laufseiten, Training, Wettkämpfe. Tags: .

25 Stundenlauf im Wiesbadener Kurpark kein Frankfurt Marathon

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jetzt schnattere ich auch mal

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